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Die Restauration: zu: Seite 2 / 3
Am 11. Mai 2007 im FYC angekommen, in Nürnberg abgeholt, nun wartet sie auf die Restaurierung Ich hatte sofort gesehen, was da auf mich zukommt, dennoch!
Länge: 6,98 m, Breite: 1,60 m, Verdrängung: ca. 950 kg, Tiefgang: 1,0 m, Verm. Segelfläche 15 qm, Baujahr 1948, ex: “Passepartout III”.
Juni: In diesem Jahr 2007 wird noch nicht viel geschehen, das Holz muß noch weiter austrocknen, bis auf ca.12% Feuchte. Dann wird der geplankte Rumpf mit zwei Schichten 2,5 mm Mahagoni-Furnierstreifen diagonal-verleimt überzogen, innen mit Eposael versiegelt und das Teakdeck auf 8 mm Sperrholz neu verlegt. Das größte Problem ist nun ein passender Name.
Die Folienhalle als Werft für die Restaurierung steht nun auch. Nach dem Urlaub wird die Farbe entfernt, daß der geplankte Holzrumpf für das Überfurnieren über Winter richtig austrocknen kann.
Die Werft für die Restauration. 3,5 x 10 m, für Interessierte: Materialkosten ca. 1.000,- Euro
In drei Tagen stand die Halle, Dank Mithilfe beim Aufstellen eines Clubkameraden, Jürgen Lenz. Das Wetter spielte mit. Inzwischen ist auch der Eingang geschlossen, so daß ich ruhig in den Urlaub mit dem Catboot “Molly” fahren kann.
August Aller Anfang ist schwer. Zum Austrocknen der Beplankung entferne ich die alte Farbe mit Heizluftpistole und anfangs Stemmeisen, dann Zieklinge vom Profi. Dabei kommt der wirkliche Zustand zu Tage. Macht nichts, habe nichts anderes erwartet. Boot wird ohnehin Diagonalkravel mit Furnier überzogen, das alte Deck und die Hälfte der Decksbalken entfernt. Dann kann es den Winter über gut austrocknen. Inzwischen kann ich das neue Deck vorbereiten.Im Moment habe ich 2/3 der alten Farbe entfernt, das Unterwasserschiff muß abgebeitzt werden
Taek-Deck, 16 mm, gerade in Nut u. Feder verlegt, abgerissen. Decksbalken, besonders im Mastbereich verfault. Das Deck lag nur noch lose auf den Decksbalken, ohne Verklebung, hatte sich aufgelöst. Der Spiegel, vermutlich durch die Belastung des Achterstag-Pütting, fast durchgehend verfault. Stehen blieb ein kläglicher Rest, den ich für die Position und die Neigung des neuen Spiegels benötige. Inzwischen bin ich beim Farbe abkratzen innen, ca. 50% geschafft.Eine sehr, sehr, sehr mühsame Arbeit. Viele angerottete Stellen. Viele Ecken und Kanten zwischen Planken, Spanten und Bodenwrangen sowie die vielen Nieten. Werde das Unterwasserschiff innen erst einmal mit G4 behandeln, um die losen Holzoberflächen zu verfestigen, bevor ich mit Epoxydharz beginne. Werde bis Anfang Oktober für das Entfernen der Farbe innen benötigen.
Bevor wir uns für acht Tage nach Friedrichshfen zur “BOOT” verabschieden noch der letzte Stand bei der “Partout”. Mit dem Abkratzen bin ich nun bis zum Mast vorgestoßen. Nun steht die Maststütze im Wege. Diese hält das Plichtsüll. Also muß ich nun die verrotteten Decksbalken um den Mast und des Gangbords ersetzen, daß das Süll befestigt wird. Will mich auf der Boot noch einmal über das Vorgehen bei der Beschichtungschlau machen. Wie Epoxyd auf G4 haftet usw.
Oktober Aus Friedrichshafen/Immenstaad, wo wir eine Woche Urlaub dranhingen, nun folgendes Ergebnis meiner Recherchen: - G 4 von Vosschemie wird inzwischen von den Fachleuten als Verfestiger von weichen Holzoberflächen anerkannt. - G 4 ist auch als Grundierung für Epoxyd-Harz geeignet. - Das Furnier für die Außenhaut sollte mindestens 2,5 mm betragen, um auch sorglos schleifen zu können. Den Kiel brauche ich nicht zu furnieren, da langt eine mehrfach Beschichtung mit Epoxy und Gewebe. - Großzügige Hohlkehle zwischen Rumpf und Kiel. - Unterwasserbereich innen gut mit G 4 und Epoxyd versiegeln, wasserdicht machen. - Innen über Wasser langt ein Lack auf Oelbasis, ich werde jedoch vermutlich G 8 (Polyurethan) von Voßchemie verwenden, mit dem ich bei der Molly sehr gute Erfahrung gemacht habe. Ist sehr dünn und läßt sich gut verarbeiten. - Rahmenspanten soll ich furnieren, ist leichter und fester wie Sperrholzrahmen (habe mich noch nicht entschieden). - Mastverstagung mit gefeilten Salinge auf einen Pütting für Unter- und Oberwant, ohne Backstagen. - Habe schöne Schärenkreuzer gesehen und Restaurationen im Stadium der “Partout”. Habe mich zu einem kurzen, festen Spritzverdeck entschlossen, 60 cm. Das kann auch einige Strecker und Fallen aufnehmen. - Mit Farbe-Kratzen innen bin ich nun bereits vor dem Mast angekommen. Das Plichtsüll wurde ganz entfernt. - Die Spanten im Unterwasserbereich der Bilge werde ich ebenfalls entfernen, das ist besser sauber und trocken zu halten, mit Epoxyd-Spachtel und Gewebe.
Habe inzwischen die Klassenvorschriften bekommen, gültig aus den Jahren 1946. Darin wird eine “Meterformel-Vermessung von = 4,02 , für den Bau vorgesehen. Also ist es keine 4,5mRsondern eine “Int.4mR- Yacht”. Das wird mir bei der Yardstick-Beurteilung helfen, falls ich Regatta segele. Nach wie vor bin ich dabei Grund in die Sache zu bringen. Die Bb-Seite ist außen fertig geschliffen, Stb-Seite zu dreiviertel, da werde ich heute fertig Dann gehe ich nochmals innen an die überflüssigen Spanten an den Bodenwrangen zu entfernen, nur Ursachen für zukünftige Fäule. Die Spanten im Kielbereich, beidseitig ca. 30 cm entferne ich erst kurz vor dem Furnieren des Rumpfes, wegen der Stabilität, ebenfalls das Aufsägen und Verfüllen der Plankennähte im Frühjahr, bis dahin muß der Rumpf noch gut durchtrocknen und die Planken schrumpfen
Der Balkweger ist verstärkt, zwei Decksbalken im Mastbereich erneuert und verleimt. Ärgere mich jetzt, daß ich das vorschnell getan habe, habe nun mehr Mühe beim Anpassen der Schablonen für die Rahmenspanten unter dem Mast und zur Befestigung der Püttinge.
Ach ja, die Püttinge. Mußte mich für die Riggart entscheiden 3/4 oder 7/8 - Rigg. Alt oder neu. Da das Boot für ein 3/4-Rigg konstruiert wurde, werde ich das auch so belassen, auch der Meßbrief ist so ausgestellt. Dafür könnte ich nun ev. auch das vorhandene Alu-Rigg verwenden. Müßte es neu lackieren, Natürlich preiswerter als ein neues Rigg. (Februar 08: Habe mich nun doch für die modernere Version 7/8 Rigg mit Spatenruder entschieden, ändert an der Vermessung nichts.) Nennt sich nun “Evolution”
November Inzwischen hat sich was getan. Der Rumpf ist innen nun fast fertig “entfärbt”, kleine Nacharbeiten sind noch nötig. Der Balkweger wurde verstärkt und der Spiegel ist wieder zu, so wie auch die faulen Stellen im Rumpf. Nun bin ich dabei die Nähte mit einer Handkreissäge aufzufräsen und mit Leisten/ Furnier1,5 mm, zu verkleben, zur Aussteifung des Rumpfes. Jetzt ist nur Werk zwischen den Planken. Über der Wasserlinie ist das kein Problem, aber über Kopf im Unterwasserbereich ist das sehr schwierig. Nutze die z.Zt. milden Tage noch aus. Demnächst Fotos. Im Moment muß ich mich für die Art des Riggs, Alu oder Holz, entscheiden, wegen der Patzierung der Püttinge. (März 2008: hätte länger warten sollen, neben einigen geleimten Fugen ist das Holz nachgetrocknet und wieder aufgeplatzt)
Habe die letzten Tage mit Temperatur über 5 Grad noch benutzt um die Fugen auf zu fräsen, Mit kleiner Handkreissäge, und mit Leisten, 1,5 mm Furnier, zu schließen. Zum Austeifen des Rumpfes. Heute zu kalt, ab Freitag kann ich weiter machen. Der Spiegel ist nun ganz zu und weitere kleine Löcher im Rumpf, die ich wegen Fäule aufgeschnitten hatte.
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Der Spiegel ist nun auch wieder zu. Außen wird er mit 15 mm Mahagonie verstärkt. Das Achtersatpütting wird nicht mehr am Speigel befestigt.
Heute nur 3 Grad C, neblig. Bin dennoch an der “Partout”, kann schleifen. Muß noch einige Spantfelder nachschleifen für die Epoxydversiegelung im Frühjahr. Im Bild kann man gut einige bereits nachgeschliffenen Felder, die ersten drei, sehen. Das ist für das Eindringen der Impregnierung sehr wichtig. Alte, ev. ölhaltige Farbreste würden das Eindringen absperren. Dazu verwende ich einen mittelgroßen Exzenterschleifer und den Winkelschleifer von Fein mit dem Dreieckaufsatz, jeweils 40er Körnung.
Dezember Sehr windig und feucht. Heute innen den letzten Schliff fortgesetzt. Vom Einleimen der Leisten in den Plankennähten hat sich auch Kleber nach innen gedrückt. Links im Bild sieht man nun den Fortschritt, so kann ich es lassen bis zur Epoxydversiegelung im Frühjahr, wenn es wieder über 10 Grad ist.
So endete das Jahr 2007.
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